Umweltverträglichkeitsstudie

Im Fall der Rheinspange ist die Autobahn GmbH als Planungsträger verpflichtet, eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchzuführen. Diese ist ein Instrument zur wirksamen Umweltvorsorge, deren Ergebnis bei der behördlichen Entscheidung über die Zulässigkeit eines Vorhabens berücksichtigt wird. Bei der UVP wird das Vorhaben im Hinblick auf die Umweltauswirkungen möglicher Varianten untersucht. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Schutzgüter zu ermitteln, zu beschreiben und zu bewerten. Das sind z. B. der Mensch, Tiere und Pflanzen, aber auch Klima und Boden sowie kulturelle Stätten.

Die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) ist der Teil der UVP, in dem die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen textlich und kartografisch dargestellt wird. Der Untersuchungsrahmen der UVS orientiert sich an den Vorgaben des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVPG) und den entsprechenden Richtlinien. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr zum Ablauf und den Ergebnissen.

Die drei wesentlichen Arbeitsschritte der UVS zum Projekt Rheinspange 553 sind mittlerweile weitgehend abgeschlossen:

1. Planungsraumanalyse

Bei der Planungsraumanalyse wurden diejenigen Bereiche identifiziert, die aufgrund ihrer umwelt- und naturschutzfachlichen Bedeutung, Empfindlichkeit und Schutzwürdigkeit ein hohes Konfliktpotential aufweisen. Auf dieser Grundlage wurde der Untersuchungsraum eingegrenzt und der Untersuchungsrahmen definiert.

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2. Vertiefende Raumanalyse

In der vertiefenden Raumanalyse wurde eine detaillierte Bestandserfassung und -bewertung aller im Untersuchungsraum liegenden Schutzgüter durchgeführt. Das Ergebnis wird in einer Raumwiderstandskarte für den Untersuchungsraum dargestellt. In unserem interaktiven Kartenmodul können Sie den Untersuchungsraum selbst erkunden!

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3. Auswirkungsprognose/ Variantenvergleich

Die ermittelten Raumwiderstände dienen in der Folge dazu, die Varianten hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen systematisch zu bewerten, zu vergleichen und auf dieser Grundlage die aus umweltfachlicher Sicht „beste“ Variante zu ermitteln.

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Die umweltfachliche Bewertung der Varianten liegt seit Sommer 2022 vor und wird in einem dritten Beteiligungstermin mit den relevanten Trägern öffentlicher Belange abgestimmt. Unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Stellungnahmen wird die UVS finalisiert und veröffentlicht.

Nach Abschluss der UVS und der weiteren Untersuchungen wird die gesamtplanerische Vorzugsvariante ermittelt. Da in die Gesamtabwägung neben der UVS weitere Faktoreneinfließen, kann die umweltfachlich „beste“ Variante von der gesamtplanerischen Vorzugsvariante abweichen.

Die umweltfachliche Bewertung im Detail

Sie möchten sich die umweltfachliche Bewertung noch einmal ausführlich erklären lassen? Dann schauen Sie sich den Vortrag des zuständigen Umweltgutachters Herrn Bechtloff von der Firma Cochet Consult GbR an. Der Vortrag wurde in der fünften Sitzung des Politischen Begleitkreises am 23. Juni 2022 aufgezeichnet:

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