Verkehrsuntersuchung zur Rheinspange: Ergebnisse liegen vor

Verkehrsuntersuchung

Die ausführlichen Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung zur Rheinspange liegen vor. Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei exemplarische Trassenführungen der Rheinspange auf ihre verkehrlichen Wirkungen hin geprüft. Die Resultate geben unter anderem Auskunft darüber, in welchem Umfang die Rheinbrücken in der Region durch die beispielhaften Varianten jeweils entlastet würden.

Für die Verkehrsuntersuchung wurde ein Untersuchungsraum abgegrenzt, der deutlich größer ist als der eigentliche Planungsraum für die Rheinspange: Er ist im Norden durch die A1, im Westen durch die A61, im Osten durch die A3 und im Süden durch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz begrenzt. Aus einer Bestandsaufnahme mit Verkehrserhebungen und Routenverfolgungen wurde zunächst ein Verkehrsmodell für die aktuelle Verkehrssituation abgeleitet. Auf dieser Basis konnten die Verkehrsverhältnisse für das Jahr 2030 prognostiziert werden.

Vergleich zweier Beispieltrassen

Als Prognose-Planfälle für 2030 wurden zwei beispielhafte Varianten untersucht: Eine nördliche Variante ist im Westen an der heutigen Anschlussstelle (AS) Godorf an die A555 angebunden, im Osten an der heutigen AS Lind an die A59. Eine südliche Variante beginnt im Westen an der heutigen AS Wesseling, im Osten liegt die Anbindung an die A59 zwischen den heutigen AS Lind und Spich. Bei beiden Varianten gibt es auf der östlichen Rheinseite eine neue Anschlussstelle auf Höhe der Stadt Niederkassel. Bei diesen Planfällen handelt es sich ausdrücklich nur um Beispielvarianten der Rheinspange: Sie sollen lediglich dabei helfen, die verkehrlichen Auswirkungen einer nördlichen und einer südlichen Variante miteinander zu vergleichen.

Neue Rheinspange entlastet Rheinbrücken in der Region

Aus der Verkehrsuntersuchung lässt sich unter anderem ableiten, welchen Entlastungseffekt der jeweilige Planfall für die Rodenkirchener und die Bonner Friedrich-Ebert-Brücke hat. Beim nördlichen Prognose-Planfall für das Jahr 2030 wird die Rodenkirchener Brücke gegenüber dem Prognose-Bezugsfall Rheinspange 2030 um bis zu 18.900 Kfz/24h im durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) entlastet. Für die Friedrich-Ebert-Brücke bedeutet dieser Planfall bis zu 8.800 Kfz weniger am Tag. Die Rheinspange A553 nimmt in diesem Fall einen DTV von bis zu 63.700 Kfz/24h auf der Rheinquerung und von bis zu 53.900 Kfz/24h zwischen der AS Niederkassel und der AS Lind auf.

Der südliche Planfall entlastet die Rodenkirchener Brücke im DTV mit bis zu 12.600 Kfz/24h, die Friedrich-Ebert-Brücke auf der A565 mit bis zu 13.700 Kfz/24h. In diesem Fall werden täglich bis zu 47.900 Kfz über die neue Rheinspange den Rhein queren. Der östliche Abschnitt der Rheinspange zwischen der AS Niederkassel und der Anbindung an die A59 wird von bis zu 54.500 Kfz/24h befahren.

Bericht steht zum Download bereit

Den Textteil des Berichts zur Verkehrsuntersuchung finden Sie hier. Hier können Sie neben den detaillierten Ergebnissen auch die angewandte Methodik und die Herleitung der Resultate im Einzelnen nachvollziehen.

Ausführliches Tabellen- und Kartenmaterial hält der Anhang des Berichts bereit. Weil es sich um eine sehr große Datei handelt (92 MB), stellen wir Ihnen den Anhang hier gesondert zur Verfügung.

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Kommentare

5 Antworten

  1. Warum muss man die Menschen immer weiter quälen mit Bebauungen aus Beton, zusätzlichen Lärm und unvermindert hoher Luftverschmutzung. Außerdem wird in meinen Augen der Verkehr massiv bis 2030 ansteigen. Warum denkt man nicht ersthaft über einen Tunnel nach. In Hamburg gibt’s gleich mehrere. Der Gottardtunnel ist ca. 50 km lang. Ein derartiges Werkzeug das dort eingesetzt wurde, würde wohl nur kurze Zeit brauchen um den Rhein zu unterqueren. Einen Tunnel würde auch ich akzeptieren.
    Ich bin der Überzeugung, dass dies nicht viel teurer wäre. Wir haben Milliarden für alles, nur nicht für die Lebensqualität und Gesundheit unserer Bürger.
    Wirklich schade. Vielleicht hat ja Mal jemand den richtigen Durchblick und trifft die richtige Entscheidung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hartmut Hampel

    1. Sehr geehrter Herr Hampel,
      haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag. Im Rahmen der Variantenermittlung für die Rheinspange werden derzeit nach wie vor auch Tunnelvarianten in Betracht gezogen und intensiv geprüft. Weitere Informationen zum Vorgehen bei der Variantenermittlung und zu den Anforderungen an eine Tunnellösung finden Sie im Infopapier Objektplanung und im Protokoll zur 4. Sitzung des Dialogforums.
      Viele Grüße
      Ihr Rheinspange-Team

  2. Ich wohne in Hersel und arbeite in Troisdorf. Diese Strecke mit dem ÖPNV zurückzulegen ist trotz regelmäßiger Staus selbst auf dem Papier 2 bis 3 mal langsamer als mit dem Auto.

    Ist die Erweiterung des ÖPNV per Bus oder besser noch per Schiene über die neue Verbindung Teil der Überlegungen?

    Ich habe gelesen, daß die Rheinquerungen von Fußgängern und Radfahrern auch gezählt wurden. Sehr gut! Wenn man den Umstieg auf das Rad fördern möchte, dann ist die Brücke wahrscheinlich viel attraktiver als ein Tunnel. Von den Kosten für eine eigene Röhre ma ganz abgesehen.

    1. Sehr geehrter Herr Bisseling,
      haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag. Eine mögliche Bündelung der Rheinspange mit Schienenprojekten in der Region ist Thema dieses Infopapiers.
      Viele Grüße
      Ihr Rheinspange-Team

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