Aufbau des Verkehrsmodells und Prognose 2030

Für den Untersuchungsraum stehen nach der Bestandsaufnahme und den Erhebungen Verkehrsdaten von insgesamt über 500 Vergleichsquerschnitten zur Verfügung. Diese Daten bilden die Grundlage für den Aufbau eines aktuellen Verkehrsmodells (Analysemodell des Bestands/ Darstellung des Ist-Zustandes). Ein spezieller statistischer Kennwert zeigt an, wie groß die Abweichung des Modells von der Realität ist. Mit Hilfe des Kennwertes kann das Modell kalibriert, das heißt, so angepasst werden, dass sich diese Abweichungen verringern. Ein Modell kann die Realität nie exakt abbilden. Ziel für das Verkehrsmodell ist daher, die bestmögliche Übereinstimmung mit der Realität zu gewährleisten.

Verkehrsprognose 2030

Das ausgearbeitet Analysemodell ist die Grundlage für die darauf aufbauende Prognose 2030. Neben dem Analysemodell ist auch die Berücksichtigung aller relevanter Bundesverkehrswegeplanungen (Maßnahmen mit der Einstufung „Vordringlicher Bedarf“ im BVWP) für die Prognose 2030 anzusetzen. In diese Prognose fließen auch Erwartungen zu allgemeinen Entwicklungen ein, unter anderem die allgemeine Verkehrsentwicklung, die wirtschaftliche Entwicklung, die demographische Entwicklung, die strukturelle Entwicklung und die anstehenden Änderungen im Verkehrsnetz. Diese Faktoren können das zukünftige Verkehrsaufkommen erheblich beeinflussen. Beispielsweise bedeuten mehr Menschen oder mehr Unternehmen in der Region natürlich auch eine Zunahme des Verkehrs.

Verschiedene Varianten in der Prüfung

Dieses Prognosemodell ermöglicht den Vergleich der verkehrlichen Wirkungen und Auswirkungen von verschiedenen Prognose-Planfällen (Varianten) der Rheinspange im Jahr 2030. Betrachtet wird dabei auch der Prognose-Bezugsfall 2030, also der zukünftige verkehrliche Zustand ohne Rheinspange. Mit diesem Verfahren lässt sich die aus verkehrlicher Sicht am besten geeignete Variante der Rheinspange identifizieren.

Das gesamte Netz wird einbezogen

Abschließend werden bei der Verkehrsuntersuchung auch die Aus- und Umbaumaßnahmen für vorhandene und geplante Verkehrswege und Streckenabschnitte bestimmt, die für die jeweilige Variante der Rheinspange notwendig wären. Das bedeutet, dass zum Beispiel auch untergeordnete Straßen aufgrund der sich ändernden Verkehrslage von Umbaumaßnahmen betroffen sein können.

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