Verkehr

Die Verkehrsuntersuchung ist ein wesentlicher Bestandteil der Grundlagenermittlung während der Planungsphase Vorplanung. Um die Rheinspange sinnvoll planen zu können, müssen die verkehrlichen Auswirkungen verschiedener Varianten bereits frühzeitig untersucht, analysiert und dargestellt werden. Da die verschiedenen Varianten sich auch auf den Verkehr außerhalb des Planungsraums auswirken, umfasst die Verkehrsuntersuchung einen Untersuchungsraum, der deutlich über den Planungsraum der Trassenvarianten hinausgeht.

Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung entwickelten die Gutachter ein Verkehrsmodell, mit dem die Verkehrssituation für das Jahr 2030 in der Region prognostiziert werden kann. Grundlage des Verkehrsmodells ist die Erhebung des Ist-Zustandes in Form einer umfassenden Verkehrszählung. Mit Hilfe der Prognose 2030 werden zwei verschiedene Planfälle bzw. Varianten der Rheinspange hinsichtlich ihrer verkehrlichen Auswirkungen verglichen. Sie stehen dem sogenannten Prognose-Bezugsfall, also der prognostizierten Situation im Jahr 2030 ohne Rheinspange, gegenüber. Bei der Verkehrsuntersuchung zur Rheinspange wurden exemplarisch ein nördlicher und ein südlicher Planfall untersucht.

Aus der Verkehrsuntersuchung lässt sich unter anderem ableiten, welchen Entlastungseffekt der jeweilige Planfall für die Rodenkirchener und die Bonner Friedrich-Ebert-Brücke hat. Beim nördlichen Prognose-Planfall für das Jahr 2030 wird die Rodenkirchener Brücke gegenüber dem Prognose-Bezugsfall Rheinspange 2030 um bis zu 18.900 Kfz/24h im durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) entlastet. Für die Friedrich-Ebert-Brücke bedeutet dieser Planfall bis zu 8.800 Kfz weniger am Tag. Die Rheinspange A553 nimmt in diesem Fall einen DTV von bis zu 63.700 Kfz/24h auf der Rheinquerung und von bis zu 53.900 Kfz/24h zwischen der AS Niederkassel und der AS Lind auf.

Der südliche Planfall entlastet die Rodenkirchener Brücke im DTV mit bis zu 12.600 Kfz/24h, die Friedrich-Ebert-Brücke auf der A565 mit bis zu 13.700 Kfz/24h. In diesem Fall werden täglich bis zu 47.900 Kfz über die neue Rheinspange den Rhein queren. Der östliche Abschnitt der Rheinspange zwischen der AS Niederkassel und der Anbindung an die A59 wird von bis zu 54.500 Kfz/24h befahren.

Das Zusammenwirken von Rheinspange und Schienenverkehr ist nicht Teil der Verkehrsuntersuchung. Mehr Informationen unter: Bündelungsoptionen mit dem Schienennetz.

Den Bericht zur Verkehrsuntersuchung finden Sie hier:

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