Warum wird bereits im Vorfeld der Entscheidung eine Variante präferiert (V6ab) die eine wesentlich größere Belastung für die Menschen in Keldenich, Urfeld und Niederkassel bedeutet wie die Planung V4b. Diese ursprüngliche Variante würde viel weniger Wohngebiete belasten.

Die Rangfolge hat sich nach der groben Prüfung aller 17 Varianten ergeben und ist das Ergebnis der Gesamtbewertung unter Berücksichtigung aller Ziele in den drei Zielfeldern. Eine Entscheidung für eine Vorzugsvariante ist damit noch nicht gefällt. Die Rangfolge der neun besten Varianten, die nun vertiefend untersucht werden, kann und wird sich im Zuge dieser vertiefenden […]

Wie hoch wird der Eingriff in die Wohnnutzung gesetzt, wenn man liest, dass zB 14 Wohnhäusern betroffen sind und bei einer anderen Variante nur 1 Wohnhaus?

Eingriffe in die Wohnnutzung spielen im Zielfeld Umwelt eine Rolle. Hier ist in der Basisgewichtung das Ziel „Wohnen“ mit 2,5 Prozent gewichtet. Es werden hierbei zum Beispiel Lärmzunahmen und Verschattungen bewertet. Im Zielfeld Wirtschaftlichkeit ist die “Inanspruchnahme hochwertiger Nutzfläche” in der Basisgewichtung mit insgesamt 7,5 Prozent gewichtet. Hier werden die direkten Eingriffe in Wohneigentum bewertet. […]

Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung untermauern, dass bereits heute eine sechsspurige Trasse sinnvoll ist. Wird dies auch im Hinblick auf die langfristige Perspektive zur frühzeitigen Vermeidung von Engpässen berücksichtigt, und das Projekt direkt sechsspurig geplant?

Die derzeitige Planung geht von einer vierspurigen Autobahn aus. Grundlage dafür ist dabei zunächst die Aufgabenstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP): Dieser sieht vor, eine vierstreifige Autobahn zwischen der A59 und der A555 zu planen. Der BVWP prognostiziert einen durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) von etwa 64.000 Kfz. Die Verkehrsuntersuchung zur Rheinspange ermittelt einen DTV von 63.700 […]

Inwiefern lässt die Verkehrszählung darauf schließen, dass sich gerade eine neue Autobahnquerung über den Rhein positiv auf die Verkehrsbelastung in der Region auswirkt?

Der Auftrag an die Autobahn GmbH zur Planung der Rheinspange, der sich aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 ergibt, beinhaltet ausdrücklich die Planung einer neuen Autobahnquerspange zwischen der A59 und der A555 mit einer Rheinquerung zwischen Köln und Bonn. Über die verkehrlichen Wirkungen verschiedener Varianten der Rheinspange gibt ein Verkehrsgutachten Auskunft. Die Verkehrszählungen sind lediglich ein Baustein […]

Wird der Bedarf für eine Rheinquerung vor dem Hintergrund einer sich verändernden Arbeitswelt neu geprüft?

Die durch die Corona-Pandemie bedingten Maßnahmen haben unmittelbar nach ihrer Einführung zu einem erheblichen Rückgang der Verkehrsmengen geführt. Dieser war jedoch zunächst temporärer Natur: Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenverkehr BASt lagen die Kfz-Verkehrsstärken nach einiger Zeit wieder im Bereich der üblichen Belastungen. Es ist möglich, dass die Pandemie dauerhafte Auswirkungen auf das Arbeits- und […]

In welcher Weise werden die geplanten Erweiterungen im Zuge der A4 und der A565 hinsichtlich des Bedarfs für die Rheinspange 553 berücksichtigt?

Das Projekt A4 befindet sich, ebenso wie die Rheinspange 553, im „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP). Weil damit für den Ausbau der A4 ein konkreter Planungsauftrag besteht, ist der Ausbau der Rodenkirchener Brücke in der Verkehrsuntersuchung für die Rheinspange bereits berücksichtigt worden. Der Ausbau der A565 wird im BVWP im „Weiteren Bedarf“ eingestuft. Weil […]