Wie lassen sich Planung und Bau der Rheinspange mit dem in Köln ausgerufenen Klimanotstand vereinbaren?

Der Klimanotstand in Köln bedeutet, dass die Stadt im Sinne einer Selbstverpflichtung alle zukünftigen Entscheidungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen überprüfen will. Da die Rheinspange keine städtische Planung ist, fällt diese zunächst einmal nicht darunter. Grundsätzlich räumt auch der Bundesverkehrsminister der Eindämmung des Klimawandels eine hohe Priorität ein. Konkret kann dies allerdings nicht bedeuten, […]

Wird die Rheinspange 553 an die A553, und somit an die A1 angebunden?

Der Planungsauftrag der Autobahn GmbH umfasst eine neue 4-streifige Autobahnverbindung einschließlich einer Rheinquerung zwischen der A555 und der A59. Neben dem linksrheinischen Autobahnanschluss an die A555 und dem rechtsrheinischen an die A59 gehört auch die Verknüpfung der Rheinspange mit dem nachgeordneten Straßennetz in Form von Anschlussstellen dazu. Eine weitere Verknüpfung der Rheinspange mit der westlich […]

Wie stark wirken sich zusätzliche Autobahnknotenpunkte auf die Verkehrsbescheunigung auf Autobahnen aus?

Je mehr Anschlussstellen bzw. Autobahnknotenpunkte vorhanden sind, desto mehr Beeinträchtigungen können tendenziell im Verkehrsfluss auftreten. Eine verallgemeinerte Aussage zu den Auswirkungen von zusätzlichen Autobahnknotenpunkten und Anschlussstellen lässt sich jedoch schwer treffen, da hier eine individuelle Betrachtung zu Grunde gelegt werden muss. Im Untersuchungsraum der Rheinspange 553 ist beispielsweise viel Regionalverkehr vorhanden. Hierbei kann es durchaus günstiger für den Verkehrsfluss sein, […]

Woraus ergibt sich die Planungslegitimation für eine Anschlussstelle in der Planung? Wo ist diese im Bundesverkehrswegeplan bzw. dem Ausführungsgesetz enthalten?

Die Planungslegitimation einer Anschlussstelle ergibt sich aus den Grundlagen der Projektanmeldung. Grundlage der Projektanmeldung der Rheinspange im BVWP 2030 war die Beispieltrasse AK Köln-Godorf  AD Köln-Lind einschließlich einer entsprechenden Kostenermittlung. Die Anschlussstellen an das untergeordnete Netz sind Bestandteil dieser Beispieltrasse und wurden in der dazugehörigen Kostenermittlung mitberücksichtigt. Zudem sind sie auch im Übersichtslageplan der BVWP-Anmeldung […]

Wird es eine Anschlussstelle Auf-/ Abfahrt in Rheinnähe geben bzw. ist hier etwas geplant? Und wurde in diesem Zusammenhang dann auch eine Untersuchung über das umliegende Verkehrsnetz erstellt?

Unabhängig von ihrem Verlauf ist für die neue Rheinspange 553 auch eine Anschlussstelle auf der rechten Rheinseite vorgesehen. Diese soll die umliegende Region direkt an die neue Autobahn anbinden. Da der Verlauf der Rheinspange derzeit noch nicht feststeht, kann noch keine Aussage zur konkreten Verortung einer Anschlussstelle gemacht werden. Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung wurden bisher […]

Warum umfasst der nördliche Untersuchungsraum der UVS rechtsrheinisch den gesamten Raum bis Köln-Zündorf, während linksrheinisch nur ein Teil von Köln-Godorf, nicht aber die nahegelegenen Stadtteile Sürth, Weiss, Rondorf oder Hahnwald eingeschlossen sind?

Der Untersuchungsraum für die UVS umfasst linksrheinisch lediglich die Gebiete, in denen eine Rheinquerung und der Anschluss der Rheinspange an die A 555 als realisierbar angesehen werden. Zwischen Köln-Godorf und der Rodenkirchener Rheinbrücke wird keine Möglichkeit für eine Linienführung gesehen, insbesondere aufgrund der dichten Besiedelung vor Ort. Deshalb wurde der Untersuchungsraum der UVS nach Norden […]

Haben die Gebietskörperschaften und deren politische Vertreter einen direkten Einfluss auf die Planung?

Die Gebietskörperschaften und ihre lokalen politischen Vertreter haben keine direkte Einflussmöglichkeit auf den Planungsprozess, können die lokalen Interessen aber auf verschiedene Arten geltend machen. Im Rahmen der formalen Beteiligung zur Rheinspange 553 werden die betroffene Kommunen als Träger öffentlicher Belange (TöB) beteiligt. Als solche haben sie an verschiedenen Punkten der Planung die Möglichkeit, Stellungnahmen und […]

Kann im Falle einer Rheinquerung bei Godorf ein Tunnel nach dem Absenkverfahren realisiert werden?

Das Einschwimm- und Absenkverfahren eignet sich nicht zur Realisierung eines Tunnels bei Godorf. Die geometrischen Zwangspunkte ergeben sich linksrheinisch nicht nur aus der notwendigen Überdeckung des Tunnels sondern maßgeblich auch durch den Godorfer Hafen sowie die dahinter liegenden Industrieflächen, die auch unterführt werden müssten. Entscheidend ist hier der zu geringe Abstand der zu unterführenden Industriefläche […]

Wird für die Rheinquerung eine Schienenverbindung mitgeplant, zum Beispiel für die S18 und U17?

Für die Planung von Straße und Schiene sind unterschiedliche Vorhabenträger zuständig. Als Straßenbaubehörde kann sich Straßen.NRW lediglich mit der Planung der Autobahnquerung befassen – die Planung der Schienenwege in der Region liegt im Zuständigkeitsbereich anderer Vorhabenträger. Für die Schienenwege im Raum Köln-Bonn sind das die Nahverkehr Rheinland GmbH und der Rhein-Sieg-Kreis. Mit diesen steht die […]

Warum wird die Rodenkirchener Brücke nicht breiter als geplant ausgebaut, anstatt eine neue Rheinquerung in einen bislang freien Bereich zu bauen?

Sowohl die Rheinspange als auch der achtstreifige Ausbau der A4 zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Köln-Süd und dem AK Köln-Gremberg – inklusive der Rodenkirchener Brücke – sind notwendig, um den zunehmenden Verkehr in der Region langfristig aufnehmen zu können. Denn der Raum zwischen dem Kölner Süden und dem Bonner Norden weist eine hohe Wachstumsdynamik auf. Beide […]