Worum handelt es sich bei den sogenannten PA-Terminen?
Bei den sogenannten PA-Terminen handelt es sich um gemeinsame Abstimmungstermine zwischen Bund und Ländern, in diesem Fall dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dem Ministerium für Verkehr NRW und Straßen.NRW. Diese sind fester Bestandteil der Planung von Bundesfernstraßen wie der Rheinspange 553. Ziel dieser projektorientierten Bund-Länder-Abstimmungen ist es, die planerischen Kriterien einer Maßnahme […]
Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Rheinspange für nachgelagerte Straßen, etwa die L 182 zwischen Brenig und Euskirchen?
Die verkehrliche Auswirkung der Rheinspange auf das nachgelagerte Straßennetz hängt stark davon ab, wo die neue Autobahnquerung verläuft: Je nach Variante kann die Verkehrsbelastung an einem bestimmten Punkt im nachgeordneten Straßennetz im durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) zu- oder abnehmen. Daher kann zum jetzigen Zeitpunkt beispielsweise noch keine verlässliche Aussage für die L 182 getroffen werden. […]
Können für die Luftschadstoffuntersuchung noch eigene Messstationen errichtet werden, um die Hintergrundbelastung vor Ort zu ermitteln?
Bei der Immissionsprognose für die Rheinspange wird auch die bereits vorhandene Hintergrundbelastung der Luft mit Schadstoffen berücksichtigt. Diese wird anhand von Daten vorhandener Landesmessstationen des LANUV in der Umgebung der jeweiligen Variante ermittelt. Neue Messstationen werden eigens für diese Messungen keine errichtet. Bei der Auswahl der Messstationen wird jedoch darauf geachtet, dass ihre Daten repräsentativ […]
Werden Querungen für Rad- und Fußverkehr in den Planungen zur Rheinspange berücksichtigt?
In der Verkehrsuntersuchung zur Rheinspange A553 wurde neben dem motorisierten Verkehr im Untersuchungsraum auch das Potenzial der rheinquerenden Fußgänger und Radverkehre erfasst. Zum aktuellen Zeitpunkt der technischen Planung zur Rheinspange spielen mögliche Querungen für Fußgänger und Radfahrer jedoch noch keine Rolle. Der derzeitige Planungsauftrag – und damit auch der Finanzierungsrahmen – beziehen sich auf eine […]
Macht der Neubau von Autobahnen im Rahmen der Veränderung des Mobilitätsverhaltens und dem Ziel, Güter auf die Bahn zu verlagern (im Rahmen des Klimawandels) noch Sinn?
Eine zusätzliche Rheinquerung im Raum Köln/Bonn wurde von der Bundesregierung im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Im Zuge der Vorplanung wurde eine umfassende Verkehrsprognose erstellt, die noch einmal bestätigt, dass der Verkehr und die Staubelastung u.a. aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Ballungsraum bis zum Referenzjahr 2030 ohne eine neue Rheinquerung weiter […]
Wann wird über die Trassenführung der Rheinspange entschieden?
Eine für die weitere Planung verbindliche Vorzugsvariante wird am Ende der Vorplanung festgelegt. Hiermit ist nicht vor 2021 zu rechnen.
Ist auch eine Null-Variante theoretisch noch denkbar?
Mit der Einstufung der Rheinspange in den „Vordringlichen Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan 2030 besteht für Straßen.NRW ein expliziter Planungsauftrag – jedoch noch kein Bauauftrag – für eine neue Autobahnverbindung. Diese soll die Region verkehrlich entlasten. Ziel ist es, eine planerische Lösung gemeinsam mit der Region zu suchen. Eine mögliche Trassenvariante wird dabei immer im Vergleich mit […]
Was ist die „Seveso-III-Richtlinie“ und inwiefern wird sie im Rahmen des Planungsprozesses der Rheinspange 553 umgesetzt?
Das Gesetzespaket und das Verordnungspaket zur Umsetzung der europäischen Seveso-III-Richtlinie (Richtlinie 2012/18/EU vom 4. Juli 2012 zur Beherrschung der Gefahren schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen) in deutsches Recht ist im November 2016 in Kraft getreten. Die Seveso-III-Richtlinie findet Anwendung auf Betriebsbereiche (z.B. der chemischen Industrie) und beinhaltet – vereinfacht ausgedrückt – Bestimmungen zur Verhinderung von […]
Welche Verkehrsentlastung bewirkt die Rheinspange?
In der Verkehrsuntersuchung wurde die Verkehrssituation in den beiden Prognose-Planfällen für das Jahr 2030 mit dem Prognose-Bezugsfall – also der prognostizierten Verkehrssituation im Jahr 2030 ohne Rheinspange – verglichen. Für den Prognose-Planfall 1 mit einer nördlichen Trassenführung der Rheinspange hat die Verkehrsuntersuchung ergeben, dass die Rodenkirchener Brücke um bis zu 18.900 Kfz/24h im durchschnittlichen täglichen […]
Welche Trassenführungen der Rheinspange wurden in der Verkehrsuntersuchung untersucht?
Die verkehrlichen Auswirkungen der Rheinspange für das Jahr 2030 mussten prognostiziert werden, ohne den genauen Trassenverlauf der Rheinspange zu kennen. Deshalb wurden bei der Verkehrsuntersuchung zwei sogenannte Prognose-Planfälle entworfen – einer für eine nördliche und einer für eine südliche Trassenführung der Rheinspange. Im ersten Prognose-Planfall ist die neue Rheinspange im Westen an der heutigen Anschlussstelle […]