Raumanalyse der Umweltverträglichkeits-studie fertiggestellt

Teaserbild UVS

Mit der vertiefenden Raumanalyse ist der zweite Teil der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) zur Rheinspange abgeschlossen. Damit liegen nun weitere Zwischenergebnisse der UVS vor. Die Raumanalyse widmet sich der vertieften Untersuchung des Planungsraumes. Alle relevanten Schutzgüter wurden systematisch erfasst, bewertet und kartographisch dargestellt. Zusammengenommen ergibt sich daraus eine Raumwiderstandskarte für den Untersuchungsraum. Eine interaktive Übersicht über die Ergebnisse der Raumanalyse finden Sie in einem neuen Kartenmodul zur UVS.

Untersuchungsraum weist hohe Raumwiderstände auf

Der Untersuchungsraum für die UVS zur Rheinspange erstreckt sich über ein 6.792 ha großes Gebiet zwischen Köln-Godorf und Köln-Porz im Norden sowie Bornheim-Widdig, Niederkassel-Rheidt und Troisdorf-Kriegsdorf im Süden. In diesem Gebiet wurden die Schutzgüter Mensch, und dabei insbesondere die menschliche Gesundheit, Luft und Klima, Wasser, Boden, Fläche, Landschaft, Tiere, Pflanzen sowie das kulturelle Erbe und sonstige Sachgüter vertieft untersucht. Auf Basis der verfügbaren Daten wurde eine Bestandsbeschreibung und -bewertung zum jeweiligen Schutzgut erstellt. Auch bestehende Vorbelastungen sowie Schutzausweisungen wie z.B. Wasser- oder Naturschutzgebiete wurden berücksichtigt. In die Gesamtbetrachtung wurden auch Wechselwirkungen einbezogen – sowohl zwischen einzelnen Schutzgütern als auch schutzgutübergreifend.

Aus den Bewertungen und kartographischen Darstellungen der Schutzgüter ergibt sich ein Gesamtbild über die Raumwiderstände im Untersuchungsraum. Auf dessen Grundlage stellt der Bericht zur Raumanalyse fest, dass sich im Untersuchungsraum keine durchgängig konfliktarmen Korridore ableiten lassen. Im nördlichen Untersuchungsraum ergeben sich unter anderem durch das FFH-Gebiet „Rhein-Fischschutzzone zwischen Emmerich und Bad Honnef“ und den Hochwasser-Retentionsraum östlich des Langeler Rheinbogens hohe Raumwiderstände. Im südlichen Untersuchungsraum stellen unter anderem die geschlossene Besiedlung vor allem beidseitig des Rheins und das Wasserschutzgebiet Urfeld hohe Raumwiderstände dar. Aus umweltfachlicher Sicht bestehen kaum Möglichkeiten für eine konfliktfreie Trassenführung. Die Ergebnisse der UVS fließen als ein Kriterium in den Abwägungsprozess bei der Variantenfindung ein.

Verschaffen Sie sich einen Überblick: Die Ergebnisse der Raumanalyse zum Nachlesen und Durchklicken

Für einen optimalen Überblick haben wir die Ergebnisse der Raumanalyse in einem neuen, interaktiven Kartenmodul eigens zum Thema aufbereitet. Hier können Sie den Untersuchungsraum der UVS selbst erkunden: Wo befinden sich bedeutende Erholungsräume oder Wasserschutzgebiete? Welche Freiflächen sind für das Klima in den Siedlungen besonders wichtig? Wo befinden sich Bau- oder Bodendenkmäler? Klicken Sie sich durch die verschiedenen Schutzgüter und suchen Sie sich schnell und gezielt die Informationen, die Sie interessieren.

Der Bericht zur Raumanalyse sowie das begleitende Kartenmaterial stehen außerdem zum Download zur Verfügung.

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Kommentare

3 Antworten

  1. Es wäre wünschenswert wenn man in solchen Videos konkret und relativ schonungslos bzw. Faktisch auf die Ergebnisse der Studien eingeht. Die meisten Leser interessiert wohl in welche Richtung die Tendenz geht. Ein kurzes Video und ein 400 Seiten langer Bericht ist nicht informativ sondern verwirrend und irreführend.

  2. Sehr geehrter Herr Rüdiger Däumer,
    sehr geehrte Planungskommission,

    vielen Dank für die umfassenden Informationen.
    Evtl. haben wir ja etwas übersehen, aber an welcher Stelle wird die durch die neue Spange deutlich steigende Verkehrsbelastung auf der A553 lärmtechnisch beleuchtet?
    Brühl, Bornheim-Walberberg, Wesseling-Berzdorf, etc. sind direkt dem Verkehrslärm der A553 ausgesetzt.
    Hinzu kommen die erhöhten Aufwendungen für die deutlich schneller notwendige Sanierung der A553, die vor allem für die erhöhte Anzahl an Schwerverkehren nicht konstruiert worden war. Sind diese Folgekosten bemessen und aufgenommen?
    Wir als Anwohner in Walberberg möchten im ersten Schritt unterstreichen, dass wir erwarten, dass Lärmschutzmaßnahmen, wie Flüsterasphalt, oder Lärmschutzwände beiderseits der A553 in die Planung mit aufgenommen werden.
    Gerne nehmen wir Ihre Antwort entgegen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Weiler Walberberg

    1. Sehr geehrte Anwohner Walberbergs,

      vielen Dank für Ihre Frage und Ihr Interesse am Projekt Rheinspange 553. Die verkehrlichen Wirkungen einer möglichen Rheinspange haben wir in einer aktuellen Verkehrsuntersuchung untersucht und dargestellt. Diese Verkehrsuntersuchung prognostiziert die verkehrlichen Auswirkungen der Rheinspange anhand eines nördlichen und eines südlichen Planfalls und umfasst in Ihrem Untersuchungsraum auch die bestehende A553.
      Im Prognosejahr 2030 nimmt die gesamte Verkehrsbelastung der bestehenden A553 im Durchschnitt zwischen 1.000 und 3.000 Kfz pro 24 Stunden bei beiden Planfällen geringfügig zu. Die Zunahme des durchschnittlichen täglichen Schwerverkehrs ist deutlich geringer. Die notwendigen Daten können dem Anhang U der Verkehrsuntersuchung im Tabellen- und Kartenmaterial entnommen werden.
      Im Rahmen der lärmtechnischen Untersuchung wird die Notwendigkeit an der bestehenden A553 geprüft. Bei Erfordernis werden die entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen berücksichtigt und umgesetzt.

      Viele Grüße
      Ihr Rheinspange-Team

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